Coole Sache: Warnung vor der Crowd

Bild: Crowdscan

Das Startup Crowdscan hat ein System entwickelt, das die Dichte einer Menschenmenge in Echtzeit über ein drahtloses Sensornetzwerk misst. Das System verwendet dafür keine Kamerabilder, Handydaten oder andere datenschutzrelevante Informationen. Durch die Übertragung energieschwacher Funkwellen (868 MHz) misst Crowdscan die durchschnittliche Signaldämpfung eines drahtlosen Sensornetzwerks im Verhältnis zur leeren Umgebung.

Die Technologie wurde laut Anbieter schon bei verschiedenen Großveranstaltungen wie dem Musikfestival Tomorrowland validiert. Crowdscan hat das Geschäftsmodell nun auch auf Dienstleistungen für Kommunalverwaltungen und Städte ausgeweitet. Im Mai wurde ein erfolgreiches Pilotprojekt gestartet, um die Größe von Gruppen auf einer Brücke und in einer Straße in der Nähe des MAS-Museums in Antwerpen zu messen.

„In diesem Sommer wird es keine Massenveranstaltungen geben, aber die Bedeutung genauer Informationen über die Dichte von Menschenansammlungen hat seit der Coronavirus-Krise weiter zugenommen“, sagt Ben Bellekens, CEO von Crowdscan. „Indem Polizei und Notfalldienste mit genauen Informationen über die Dichte der Menschenmenge versorgt werden, können sie schnelle und objektive Entscheidungen treffen. Dies kann den Städten helfen, an Orten mit hoher Bevölkerungsdichte – wie Stadtstraßen, öffentlichen Veranstaltungen oder Parks – soziale Distanzierung zu gewährleisten.“

Crowdscan ist ein Spin-off des Forschungszentrums Imec und der Universität Antwerpen.

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